Am 16. Dezember 2020  von Franziska Saur

Bald ist Weih­nach­ten. Die Vor­weih­nachts­zeit ist die Zeit im Jahr, in der die meis­ten Men­schen Gutes tun möch­ten und sich sozi­al enga­gie­ren. Erwie­se­ner­ma­ßen spen­den die Deut­schen im Dezem­ber etwa dop­pelt bis drei­mal so viel wie im Rest des Jah­res (Sta­tis­ta). Auch Unter­neh­men tra­gen eine sozia­le Ver­ant­wor­tung, der Gesell­schaft etwas zurück­zu­ge­ben. In die­sem Bei­trag stel­len wir vor, was Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty genau bedeu­tet und wie wir sie bei LUB und dr.fem.FATALE umsetzen.

Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty im Überblick

Für Unter­neh­men spie­len Tätig­kei­ten, bei denen pri­mär an ande­re gedacht wird, eine gro­ße Rol­le, und das nicht nur zur Weih­nachts­zeit. Die­se Tätig­kei­ten las­sen sich unter dem Begriff Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty zusam­men­füh­ren. Der Begriff Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty, oder kurz CSR, bezeich­net die gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung, die ein Unter­neh­men trägt. Bei CSR geht es vor allem dar­um, dass ein Unter­neh­men auf frei­wil­li­ger Basis sozia­le, öko­lo­gi­sche und öko­no­mi­sche Aspek­te in das wirt­schaft­li­che Han­deln ein­be­zieht und somit nach­hal­tig und ver­ant­wort­lich han­delt. Unter­neh­men agie­ren also nicht nur im eige­nen wirt­schaft­li­chen Inter­es­se, son­dern stel­len sich dar­über hin­aus die Fra­ge, wel­chen Ein­fluss sie auf Gesell­schaft und Umwelt haben.

Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung bis 2030?

Grund­le­gen­de Ori­en­tie­rungs­punk­te bie­ten beim The­ma CSR die Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals, oder kurz SDG, die im Rah­men der Agen­da 2030 für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung von den Ver­ein­ten Natio­nen im Jahr 2015 ver­ab­schie­det wur­den. Mit die­sen 17 Nach­hal­tig­keits­zie­len hat die UN einen Hand­lungs­rah­men geschaf­fen, der es ermög­licht, dass die Nach­hal­tig­keits­be­mü­hun­gen der Ein­zel­nen die glei­chen Zie­le ver­fol­gen, um Wer­te für das Gemein­wohl zu schaf­fen. Die Zie­le umfas­sen ver­schie­de­ne The­men, die wich­ti­ge Aspek­te der Nach­hal­tig­keit dar­stel­len, wie zum Bei­spiel Armut, Dis­kri­mi­nie­rung, Kli­ma­wan­del, Schutz der natür­li­chen Res­sour­cen und der Umwelt, Bil­dung und Arbeits­be­din­gun­gen. Vie­le Unter­neh­men rich­ten ihre CSR-Stra­te­gie nach die­sen Ziel­set­zun­gen aus und leis­ten mit unter­schied­li­chen CSR-Akti­vi­tä­ten einen wesent­li­chen Bei­trag zur Errei­chung der SDG. 

Wie kön­nen Unter­neh­men CSR umsetzen?

Die Umset­zung von CSR unter­schei­det sich von Unter­neh­men zu Unter­neh­men. Ein wich­ti­ger Aspekt von CSR sind Spen­den. Dabei spen­den Unter­neh­men Geld- oder Sach­an­la­gen unter ande­rem an loka­le Ver­ei­ne, Bür­ger­initia­ti­ven oder Wohl­fahrts­ein­rich­tun­gen. Des Wei­te­ren kön­nen Unter­neh­men auch Exper­ten­wis­sen oder Dienst­leis­tun­gen kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len, bei­spiels­wei­se in Form von Vor­trä­gen. Doch nicht nur die Wei­ter­ga­be von Res­sour­cen oder Wis­sen spie­len bei CSR eine Rol­le, denn zu CSR gehört unter ande­rem auch ein nach­hal­ti­ger Umgang mit der Umwelt. Dabei kön­nen Unter­neh­men auf ein nach­hal­ti­ges Office ach­ten, Geschäfts­rei­sen redu­zie­ren oder bei der Ver­pfle­gung auf vege­ta­ri­sche Optio­nen set­zen. Auch die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf zum Bei­spiel in Form von fle­xi­blen Arbeits­zei­ten oder die Gesund­heit am Arbeits­platz, die bei­spiels­wei­se durch die Bereit­stel­lung gesun­der Snacks oder ange­lei­te­te „Beweg­te Pau­sen“ geför­dert wer­den kann, stel­len wich­ti­ge The­men im Rah­men von CSR dar.

Die Umset­zung von CSR bei LUB und dr.fem.FATALE

Bei LUB und dr.fem.FATALE hat CSR eine hohe Prio­ri­tät. Dabei nut­zen wir CSR nicht nur als Aus­hän­ge­schild, son­dern ste­hen mit Über­zeu­gung dahin­ter. Außer­dem haben wir uns dabei auch den SDG ver­schrie­ben und leis­ten einen Bei­trag zur Errei­chung die­ser Ziele.

Nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten gehört zu unse­ren wich­tigs­ten Unter­neh­mens­wer­ten. So sind wir seit 2015 ein papier­lo­ses Büro, das heißt die Kund:innen erhal­ten diver­se Unter­la­gen aus­schließ­lich digi­tal. Da für uns ein gleich­be­rech­tig­ter Umgang von Mensch, Flo­ra und Fau­na von gro­ßer Bedeu­tung ist, ach­ten wir außer­dem auf ein auto- und flug­frei­es Agie­ren und vege­ta­ri­sche oder vega­ne Ver­pfle­gung im Office und bei Unternehmensfeiern.

Auch der Social Impact spielt für uns eine zen­tra­le Rol­le: Seit 2019 spen­den wir min­des­tens ein Pro­zent des Jah­res­um­sat­zes an aus­ge­wähl­te wis­sen­schaft­li­che oder sozia­le Orga­ni­sa­tio­nen. So spen­den wir jähr­lich unter ande­rem an loka­le Orga­ni­sa­tio­nen. Eines unse­rer Her­zens­pro­jek­te stellt dabei die jähr­li­che Spen­de an das Frau­en­ca­fé in Lud­wigs­ha­fen dar. Das Frau­en­ca­fé Lud­wigs­ha­fen ist ein gemein­nüt­zi­ger Ver­ein, des­sen Schwer­punkt­the­men unter ande­rem Pro­jek­te und Initia­ti­ven zur Gleich­stel­lung von Mann und Frau und zur sozio­kul­tu­rel­len Inklu­si­on und Chan­cen­gleich­heit von Frau­en sind. Die Pro­jek­te und Initia­ti­ven die­ser loka­len Orga­ni­sa­ti­on decken sich mit den Wer­ten von LUB und vor allem den Ziel­set­zun­gen von dr.fem.FATALE. Dar­über hin­aus enga­gie­ren wir uns durch Spen­den an UN Women, die welt­weit größ­te Frau­en­or­ga­ni­sa­ti­on, für Gen­der Equa­li­ty und das Empower­ment von Frau­en. Des Wei­te­ren set­zen wir uns für die Nach­wuchs­för­de­rung in der Wis­sen­schaft ein. Bis­her spen­den wir auf Anfra­ge an die Stu­den­ti­sche Tagung Sprach­wis­sen­schaft, die jun­ge Linguist:innen för­dert, und unter­stüt­zen Ver­an­stal­tun­gen der Fach­schaft Sprach­wis­sen­schaf­ten der LMU Mün­chen mit einer Spen­de, zum Bei­spiel die Ver­an­stal­tung „ISAR 2020 – Spra­che und Gen­der“ im Sep­tem­ber 2020. Geplant ist außer­dem eine För­der­mit­glied­schaft im Ver­ein Jun­ge Sprach­wis­sen­schaft. Zudem tra­gen wir zur Wis­sens­wei­ter­ga­be bei und bie­ten häu­fig kos­ten­lo­se Podi­ums­dis­kus­sio­nen, Work­shops und Vor­trä­ge für NGOs an oder neh­men an poli­tisch-sozia­len Ver­an­stal­tun­gen teil wie zum Bei­spiel am (F)empowerfest, das im Janu­ar 2021 in Lud­wigs­ha­fen statt­fin­den wird.

Unser aktu­el­les Pro­jekt: Hil­fe für unser Lieblingsrestaurant

Das Glück­stein in Mann­heim ist eines der weni­gen vega­nen Restau­rants der Stadt und gehört zu unse­ren abso­lu­ten Lieb­lings­re­stau­rants. Als treue Fans der vega­nen Küche gehen wir dort schon lan­ge ein und aus und ver­an­stal­ten dort auch schon seit meh­re­ren Jah­ren unse­re Weih­nachts­fei­er. In die­sem von Coro­na gepräg­ten Jahr ist alles anders und unse­re Weih­nachts­fei­er kann nicht, wie geplant, im Glück­stein stattfinden.

Auf­grund der aktu­el­len Lage hat das Glück­stein momen­tan schwer zu kämp­fen. Wie vie­le ande­re Gastronom:innen kann der Inha­ber Roman Kress die lau­fen­den Kos­ten für das Glück­stein und sein zwei­tes Restau­rant Roman’s wäh­rend des zwei­ten Lock­downs nicht mehr allei­ne stem­men. Da wir das Glück­stein lie­ben und dort natür­lich bald wie­der zu Gast sein wol­len, ist es selbst­ver­ständ­lich, dass wir hel­fen. Daher star­ten wir einen Spen­den­auf­ruf auf unse­ren sozia­len Netz­wer­ken und möch­ten somit die­je­ni­gen errei­chen, die auch die belieb­tes­ten und ein­zi­gen vega­nen Restau­rants der Stadt bewah­ren möch­ten. Zusätz­lich legen wir auf jeden gespen­de­ten Euro noch­mal 10 Cent drauf.


Ähnliche Beiträge:

Am 18.1.2021 von 

Allgemein


Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Markierte Felder sind notwendig.

{"email":"E-Mail Adresse ungültig.","url":"URL ungültig.","required":"Bitte füllen Sie alle erforderlichen Felder aus."}

FATALER Newsletter

Jetzt abonnieren. Einmal im Monat die neusten Inhalte aus unserer Forschung und Beratung erhalten.