Hierbei geht die Diskussion weit über die Ansprache im Stellenanzeigentitel als m – w – d hinaus. Gerade (Geschlechter-)Stereotype spielen für das Sprachverhalten eine große Rolle, indem sie das Sprachverhalten der Sprechenden determinieren und die Bedeutung der Äußerungen bei den Empfangenden beeinflussen, z.B. Frauen mögen keine Technik, Männer sind emotionslos.

Gendergerechte Sprache?

Menschen gebrauchen Sprache unterschiedlich. Dies betrifft neben sozialen Variablen wie Alter, Hierarchiestufe oder Milieu vor allem den Bereich des Geschlechts bzw. Genders. Studien deuten darauf hin, dass wir Personen in Gesprächen, Texten oder im Internet auch heute noch geschlechtertypisch wahrnehmen. Das behindert Potentiale von ganzen Teams. Der computergestützte Gender Controller von Dr. fem. Fatale überprüft Ihre Stellenanzeige, Karriereseite oder Social-Media-Auftritte auf eine gendergerechte Wort-, Text- und Bildwelt, um niemanden mehr auszuschließen.

genderneutral

Wer hochqualifizierte Frauen nicht ausschließen will, sollte sorgfältiger formulieren.

Bestimmte Adjektive in Stellenanzeigen, wie analytisch oder ehrgeizig, ziehen eher Männer an und sorgen dafür, dass sich gut geeignete weibliche Personen nicht bewerben, was unsere Studie mit über 32.000 Stellenanzeigen gezeigt hat. Bezeichnend war, dass die Stellenanzeigen, die Führungspositionen bewarben, eben genau diese traditionell männlich konnotierten Wörter enthielten. Die Eyetracking-Studie von Jobware hat 2016 ebenso gezeigt, dass Frauen Stellentiteln ausweichen, die besonders ,männlich’ oder antiquiert wirkten (etwa Senior-Manager).

Fem.Fatale 3

Gender Bias in deutschen Stellenanzeigen: Ändert sich das Wording, bewerben sich mehr Frauen.

Dieser Gender Bias (geschlechtsspezifischer Verzerrungseffekt), oder auch Unconscious Bias genannt, stellt das Recruiting vor große Herausforderungen. Das Verhalten zeigt sich durch alle Branchen und betrifft auch junge Generationen von Frauen. Hier geht es darum, althergebrachte Denkmuster zu überwinden, denn wir wissen: Gute Führung kennt kein Ego, sondern ehrliche und nicht perfekte Individualität: Wer möglichst viele Gender-Zielgruppen ansprechen möchte, muss sich mit der unterbewussten Wirkung sprachlicher Formen auseinandersetzen.

Gender Controlling für Ihr Recruiting.

Interessanterweise haben kleinste sprachliche Unterschiede einen Einfluss auf unsere Bewertung. Das Wording von Stellenanzeigen kann so verändert werden, dass für einen „Männerberuf“ eine weiblichere Sprache gewählt wird, was dazu führt, dass sich tatsächlich 50% mehr Frauen auf diese Stelle bewerben (vgl. Burel; Spitzer; Tschürtz 2018). Hier können Unternehmen im Recruiting ansetzen, die mehr Frauen ansprechen wollen. Der IT-gestützte Gender Controller von Dr. fem. Fatale hilft beim Auffinden von ungeeigneten sprachlichen Ausdrücken und dem Training der Verantwortlichen. Im Anschluss kann ein Leitfaden zur gendergerechten Sprache in der Abteilung entworfen werden.

Einzelleistungen:

  • Recruiting-Analyse mit dem Gender Controller (Karriereseite und Stellenanzeigen)
  • Leitfaden gendergerechte Sprache
  • Gender- und Diversity-Strategie
  • Begleitendende Workshops
  • Whitepaper