Die Führung der Zukunft hat zwei X-Chromosomen.

Mit Führung im Allgemeinen werden typische Eigenschaften wie Dominanz und Selbstsicherheit assoziiert, die meist Männern zugeschrieben werden. Dies ist bereits als das think Manager, think Male-Phänomen seit gut dreißig Jahren bekannt – unabhängig davon, dass es nicht mit der Realität übereinstimmt. Female Leadership bedeutet, dass Frauen genauso selbstbewusst und selbstverständlich wie Männer ihr Potenzial und ihre beruflichen Erfolge in die Führung von Unternehmen einbringen.

Das Thema Female Leadership wird im angelsächsischen Raum und in anderen europäischen Ländern schon sehr viel länger diskutiert und erreicht nun endlich auch Deutschland. Die AllBright-Berichte 2017 bis 2019 zeigen: Kein Großunternehmen in Deutschland erreicht einen Frauenanteil von dreißig Prozent im Vorstand. In Deutschland ist der Anteil der Männer mit den vier häufigsten Vornamen – nämlich Stefan, Markus, Michael und Thomas – mit 13 Prozent sogar noch höher als der Frauenanteil im Unternehmen insgesamt, der nur 12 Prozent beträgt. Die Blacklist von AllBright hat zudem 118 Firmen aufgeführt, die keine einzige Frau im Vorstand haben. Das sind gut 73 Prozent der 160 deutschen Börsenunternehmen, unter ihnen Konzerne wie Infineon, Bilfinger, Südzucker oder EON. Dieser Zustand ist inakzeptabel. Es werden dringend Anreize benötigt, mehr Frauen in Führungspositionen zu bewegen, was die KPMG Women’s Leadership Study unterstreicht: Leadership muss als greifbarer Skill behandelt und möglichst früh ins Leben von jungen Frauen sozialisiert werden. Es braucht Zugang zu IT, Bildung & männerdominierten Berufen und eine Kombination von „soft rewards“ (z.B. persönliches Feedback) und „hard rewards“ (z.B. Beförderungen).

FEMPOWERMENT - Female Empowerment

Mit steigenden Anforderungen an Teams in der Arbeitswelt 4.0., beispielsweise durchwachsene Teamgröße und zunehmende Diversität, steigen auch die Koordinationsherausforderungen für Führungskräfte. Weibliche Leader haben das Potenzial, ebendiese Herausforderungen sogar besser zu meistern als männliche Führungskräfte, indem sie kooperatives Lernen, eine partizipativere Kommunikation und einen stärkeren Zusammenhalt fördern.

Die Digitalisierung ist weiblich

Frauen sind Studien zufolge durch ihre sprachliche Kreativität und ihrem guten Steuerungspotential bei Unsicherheit bestens in der Lage, in der digitalen Arbeitswelt ihre Frau zu stehen. Chaos-Kompetenz und eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit sind übrigens wichtige Skills, die das Kieler Institut für Weltwirtschaft Müttern bescheinigt und vom Arbeitsmarkt dringend anerkannt werden sollten. Ein aktives Empowerment von Arbeitnehmerinnen durch Sprache unterstützt nachweislich nicht nur eine bessere Unternehmenskultur, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Performance von Teams.

Inhalte & Ziele dieser Keynote

Inhalte

  • Steigende Anforderungen in Arbeitswelt 4.0
  • Herausforderungen der Digitalisierung
  • Female Leadership – Fakten
  • Frauen in Führungspositionen

Ziele

  • Klären des Begriffs Female Leadership
  • Anreize finden um Frauen in Führungspositionen zu bringen
  • Sprachliches Empowerment von Arbeitnehmerinnen

Dauer: Max. 50 min. Ergänzt werden die Inhalte durch Quizfragen und Interaktion mit dem Publikum.