Vorständin und Allround-Papa - Gender in der Arbeitswelt 4.0

Geschlecht spielt heute oberflächlich gesehen immer weniger eine Rolle, während sich Rollenbilder innerhalb der Arbeitswelt hartnäckig halten. Genderbezogene Sprachunterschiede spielen gerade bei Berufsbezeichnungen noch immer mit. Auch unbewusste Werthaltungen finden hier ihren Ausdruck: von Metaphern wie Rabenmutter bis hin zu Phrasen wie Du Alpha-Softie!

Sprachlich gesehen, reicht es nicht, nur ein Gendersternchen einzuführen – wir müssen zuallererst unsere Stereotype kritisch hinterfragen.

Arbeit 4.0. ist eine kollektive Suchbewegung. Neue Technologien bieten die Möglichkeit, Geschlechterverhältnisse, Rollenzuschreibungen und Arbeitsteilung neu zu verhandeln.

Veränderungsarbeit geht dabei über sprachliche Arbeit, da das Denken dem Sprechen folgt. Gedanken verfertigen sich beim Sprechen.

Flexiblere Geschlechterrollen durch Digitalisierung und Diversity-Bewegung.

Neue Frauen- und Männerbilder haben durch die Diversity-Bewegung in den letzten Jahren nochmals Aufwind bekommen. Untersuchungen zeigen, dass Frauen, die ihre positiven Eigenschaften betonen, tatsächlich als kompetenter eingeschätzt und besser bezahlt wurden als solche, die sich eher zurückhalten. Reden allein reicht jedoch nicht: Wir brauchen neue (Vor-)Bilder, die unsere Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit ändern – medial bekannte Beispiele sind hierbei etwa Christine Lagarde, Alexandria Ocasio-Cortez oder Greta Thunberg. Wir brauchen mehr weibliche Führungskräfte, Unternehmerinnen und weibliche High Potentials. Und: Es braucht männliche Mitstreiter, die sich vom autoritären dysfunktionalen Männlichkeitstypus absetzen und somit auch das Verständnis von männlicher Führung verschieben, z.B. Barack Obama, Justin Trudeau oder Emanuel Macron.

Adam & Eva 4.0

Die digitale Sprache bietet nun die Möglichkeit, weitere Barrieren zu überkommen und gesellschaftliche Vorurteile, wie Frauen und Männern on the Job sein sollten, abzubauen. Im digitalen Raum, der zeit-, orts- und oft gesichtslos ist, verschwinden Rollenklischees mehr und mehr. Dafür muss digitale Sprache aber erst einmal verstanden und erlernt werden, „zwischen den Zeilen“ zu lesen. Der Vortrag zeigt auf, was schon läuft und wo noch Optimierungspotential besteht. Wir lernen durch Vorbilder. Seien Sie eines davon!

Inhalte & Ziele dieser Keynote

  • Geschlecht, Gender und Diversity – Begriffswirrwarr
  • Geschlechterrollen und Stories von gestern
  • Gender(un)gerechte Sprache und ihre Folgen: von Sternchen und Strichen
  • FeMale Leadership – männliche und weibliche Führung
  • Digitalisierung und Gender – Trends und Risiken
  • Bewusstsein für problematische Rollenbilder und unterbewusste, genderbezogenen Sprachunterscheide schaffen 
  • Stereotypen kritisch hinterfragen
  • Möglichkeiten finden sprachliche Barrieren im eigenen Unternehmen zu überwinden

Dauer: Max. 50 min. Ergänzt werden die Inhalte durch Quizfragen und Interaktion mit dem Publikum.

Note: The talk can be booked in English. „Gender in the digital Workplace 4.0″