Clever verhandeln

„Finanzen“ und „Führungskraft“ sind längst keine Begriffe mehr, mit denen man nur das männliche Geschlecht verbinden darf. Dennoch hindern alte Denkfallen Frauen weiterhin daran, sich – gerade wenn es um ihren monetären Wert gilt – zu zeigen. Sie betreiben schlechteres Selbstmarketing (sogenanntes „Downgrading“) und verdienen meist auch weniger als ihre männlichen Kollegen. Ein Grund: Sie verkaufen ihre Leistung unter Wert, hoffen, dass diese irgendwann anerkannt wird (und sie die gewünschte Stelle bekommen). Im Schnitt schneiden sie in Gehaltsverhandlungen um 16% schlechter ab als Männer. Quantitativ gesehen, führen sie in ihrem Leben deutlich weniger Gehaltsverhandlungen.

Mind the gap!

Laut einer Studie von U.S.-College-Absolventen verhandeln 57% der männlichen Absolventen die Höhe ihres ersten Gehalts, wohingegen dies nur 7% der Absolventinnen tun. Außerdem schätzen weibliche Studierende ihr zukünftiges Gehalt signifikant geringer ein als ihre männlichen Kommilitonen. Dies zeigt, dass Frauen systematisch ihre eigenen Fähigkeiten unterschätzen und es ihnen daher oft nicht möglich ist, adäquat zu verhandeln. Dieser Zustand leistet durchaus einen Beitrag zum Gender Pay Gap, bei dem Frauen trotz gleicher Qualifikationen weniger verdienen als Männer.

Gehalt ist der Ausgleich für gespendete Lebenszeit

Frauen arbeiten häufig in befristeten Positionen und haben einen höheren Anteil an Teilzeit, Elternzeit und Pflegezeit als Männer. Deshalb sind sie eine Risikogruppe für Altersarmut. Beim Renteneintritt verfügen sie durchschnittlich über nur 50% der Einkünfte von Männern (Gender Pension Gap). Essentiell ist es daher, Frauen bei der Schließung der entstandenen „Rentenlücke“ zu unterstützen, damit sie eine finanzielle Unabhängigkeit erreichen.

FEMALE FINANCE

Wer nicht auf Anerkennung oder Rente warten will, sondern effektiv für sich und sein Können wirbt, wird dagegen nicht nur langfristig von einem guten Selbstmarketing profitieren. Es ist besonders für Frauen fundamental, Verhandlungsstrategien zu erlernen und anzuwenden, um sich im heutigen Arbeitsmarkt angemessen positionieren zu können.

Methoden & Ziele dieses Workshops

Methoden

  • Macht und Geld: Kommunikation von sensiblen Themen
  • Selbstmarketing: Den eigenen Marktwert bestimmen
  • Sprache denkt female: Weibliche Erfolge durch Sprache sichtbar machen
  • Barrieren: Herausforderungen, Sexismen und Killerphrasen meistern
  • Alternativlos? Andere Vergütungsformen und Selbst-Pampering

Ziele

  • Erarbeitung von Sprachplanung und Verhandlungsstrategien
  • Bewusstsein für den eignen Marktwert stärken
  • Erfolgreiches Selbstmarketing

Der Workshop besteht aus Input-Phasen, angeleiteter Reflexions- und Spracharbeit sowie Rollenspielen. Material und Literatur werden digital zur Verfügung gestellt.

Die Teilnehmenden werden sich bewusst, welchen Wert sie (und ihre Fähigkeiten) haben. Sie werden dazu angeregt, dies direkt an sich und ihren Peers zu erproben. Es kann ein Dr. fem. Fatale-Zertifikat erworben werden.

Teilnehmerinnenzahl: max. 15

Ort: Inhouse bei Ihnen oder in unserem Workshopraum in Mannheim.

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