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Sprache denkt female. Der Vortrag zum E-Book

Nicht nur das Zukunfts-Institut in Hamburg spricht vom Gender Shift: Frauen strömen inzwischen in klassische Männerdomänen und Führungspositionen, doch der Großteil der Unternehmen, Kommunen und Hochschulen sieht anders aus: Nur 13% der DAX-Vorstände und 30% der Aufsichtsräte sind weiblich. Männliches Kommunizieren und Symbolisieren prägt den Arbeitsalltag. Neue Muster setzen sich erst langsam durch. Stereotype halten sich hartnäckig.

Frauen wollen nur reden. Männer kommen auf den Punkt.

Jahrhundertelang diskutierte die Gesellschaft über das Bild von Frau und Mann. In diesem Zusammenhang spielte auch die sprachliche Behandlung dieser eine existenzielle Rolle. Bei Erwachsenen gibt es kaum Denkvorgänge, bei denen Sprache nicht eingebunden ist – so auch im Berufsleben. Wir alle nutzen täglich zwischen 70.000 und 100.000 Wörter. Unsere Gedanken bleiben davon nicht unbeeindruckt, sowie umgekehrt. Mit Sprache kann man motivieren, aber auch Vorurteile aufrechterhalten. Unbewusste Werthaltungen finden hier ihren Ausdruck: von Metaphern wie Rabenmutter bis hin zu Phrasen wie Du Weichei!

Frauen kommunizieren tatsächlich anders:

Frauen sind Studien zufolge durch ihre sprachliche Kreativität und ihrem guten Steuerungspotential bei Unsicherheit bestens in der Lage, in der digitalen Arbeitswelt ihre Frau zu stehen. Doch sie tun sich weiterhin schwer, sich entsprechend zu zeigen. Oft ist dies gekoppelt mit alten Denkfallen („Ich will mich nicht wichtig machen.“, „Ich darf meine Interessen nicht voranstellen.“). Daher fordern sie weniger Gehaltsanpassungen ein und bewerben sich signifikant seltener auf Stellenausschreibungen, die klassisch männlich konnotierte Wörter enthalten (z.B. „ehrgeizig“, „analytisch“, „Führung“).

Female Empowerment

Wer jedoch nicht redet und für sich einsteht, kann an dieser Situation wenig ändern. Untersuchungen zeigen, dass Frauen, die ihre positiven Eigenschaften betonen, tatsächlich als kompetenter eingeschätzt und besser bezahlt wurden als solche, die sich eher zurückhalten. Neue Frauen- und Männerbilder haben durch die Diversity-Bewegung in den letzten Jahren nochmals Aufwind bekommen. Ein aktives Empowerment von Arbeitnehmerinnen durch Sprache unterstützt nachweislich nicht nur eine bessere Unternehmenskultur, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Performance von Teams. Wir lernen durch Vorbilder. Seien Sie eines davon!

Ergänzt werden die Inhalte durch Quizfragen und Interaktion mit dem Publikum.

Dauer: 60 min.

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